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IBM PC Server 704 / Model 8650-4M0,
oder auch "ZENIT"/"XIN.AT"
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(Originales Logo für
den geplanten Quad Pentium®PRO Review auf [Hard:Overclock]
als Nachfolger zum originalen Pentium®PRO Homeserverartikel. Zum
Verfassen oder gar zur Publikation eines solchen Artikels kam es
aber nie.) |
Der XIN.AT
Server ist als ein Hobbyprojekt natürlich ein ganz besonderes Gerät. Anders,
als bei den meisten Home-/Hobbyservern ist dies nicht einfach nur ein
normaler PC, der ausrangiert wurde, sondern ein echter Industrieserver aus
vergangenen Tagen. Das Gerät, das hier steht, kostete ein Mal ca. $20.000 in
dieser Konfiguration, und das ist noch kein ganzes Jahrzehnt her!
Meine Damen und Herren,
dies ist ein IBM PC Server 704, Modell 8650-4M0.
Die Systemspezifikationen
lauten wie folgt:
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i450GX Chipsatz, Platine
basierend auf der Intel AP450GX Referenzplatine
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4 x Intel®
Pentium®PRO Prozessor mit 1MB L2 Cache, Rev.SL25A
-
16 x 128MB = 2048MB
72-Pin Parity FPM DRAM auf ECC Platine (IBM ECC-P)
-
2 x Adaptec AIC-7880
onboard
-
1 x Adaptec AHA-19160
Controller (U160 SCSI-III, 32-Bit PCI)
-
1 x IBM ServeRAID II
(IBM Viper, IBM Rattler, IBM PowerPC 403GCX, 3 x Adaptec AIC-7880P, 4MB
EDO DRAM Cache)
-
Matrox
Millennium II PCI
4MB
-
3Com 3C905CX-TX-M,
10/100MBit NIC
-
Intel PRO/1000 GT, 10/100/1000MBit NIC
-
Adaptec AUA-5100 USB 2.0 Controller
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Belkin
802.11g WiFi USB 2.0 NIC
-
Seagate Cheetah 15k.3
(ST318453LW) 17GB/15.000rpm/U320 SCSI-3 HDD @ AHA-19160
-
Fujitsu MAP3367NP
36GB/10.000rpm/U320 SCSI-3 HDD @ AHA-19160
-
12 x IBM 9.1GB SCSI-2
7200rpm HDDs (RAID-5+3 Array) @ IBM ServeRAID II
-
Plextor PX-40 TSI 40x
SCSI CD-ROM @ AHA-19160
-
Seagate 04106-XXX 125M /
12/24GB DDS3 Streamer @ AIC-7880
-
APC SmartUPS-1000
Auf dem Server ist momentan
folgende Software in Betrieb:
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Microsoft Windows 2000
Server (DNS Server, Routing & RAS)
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Apache 2.2.4 Webserver
mit OpenSSL und Subversion Support (mod_ssl 2.2.4, OpenSSL 0.9.8e, 128-Bit RC4,
php5apache2_2, mod_python 3.3.1, DAV/2 SVN/1.4.4)
-
PHP 5.2.0 mit OpenSSL
Support
-
Python 2.5.1 mit Win32 Extensions
-
MySQL 5.0.16
-
Serv-U 6 FTP Server mit
Windows SSL Support (Explicit/Implicit SSL, 128-Bit RC4)
-
MDAEMON Pro 9.01
mit Windows SSL Support (128-Bit RC4)
-
AnGeL IRC Bot
-
Outpost Firewall Pro 3.51.759.6511 (462)
-
TeamSpeak 2 Server
-
O&O Defragmentation
10
Server
-
SetiQueue Proxy Server
-
APC UPS Monitoring
Server
-
WinSSHD (256-Bit AES)
-
pcA Host (pcA
Verzerrung)
-
Networx Monitoring
System
-
PRTG
4
Monitoring System
-
AnalogX Atomic TimeSync
including NTP Timeserver
-
IBM ServeRAID Monitor
-
Tapeware 6 System
Service
Der Server ist wie folgt angebunden:
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100MBit Ethernet
-
54MBit WiFi WLAN, 128-Bit WEP-PSK
-
2/2Mbit G.SHDSL, Full Duplex an der 10MBit
NIC
Damit man
sich das ganze etwas besser vorstellen kann, gibt es natürlich auch Bilder
zum Server (generell gilt: Klicken, um in neuem Fenster zu vergrößern):
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Zu aller erst sehen wir
hier nur die Dokumentation des Servers, so wie einige Disketten. Die
Dokumentation wurde mir vom Verkäufer des ServeRAID II Adapters sowie
des zusätzlichen Gigabytes an Speicher zugesandt. Sie umfaßt die IBM PC
Server 704 Dokumentation komplett in Deutsch sowie die IBM PC Server
ServeRAID II Dokumentation in englisch. Mitgeliefert sind auch die
Systemdiagnosediskette, sowie IBM ServeRAID II Treiberdiskette und
Konfigurationsdiskette. |
Weiter geht es nun mit dem
Server selbst:
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Hier sehen wir den PC
Server 704 in seiner ganzen Pracht. Einige hier noch vorhandene
Aufkleber (auch auf späteren Aufnahmen noch zu sehen) sind nach der
Fotostrecke entfernt worden. Man kann hier erkennen, daß die Größe des
Servers in etwa zwei nebeneinander stehenden Full Towern entspricht. Von
vorne gesehen ist links das System selbst (Baseboard,
Erweiterungssteckkarten) mit den 5¼" Laufwerken eingebaut, rechts
befinden sich das Energieversorgungssystem, sowie der Festplattenarray
des Servers. |
Das ganze nochmals, nur von
hinten:
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Auf diesem Bild ist die
meiste eingebaute Hardware noch nicht zu sehen. Man sieht aber die ins
Stahl gestanzten und entgrateten Lüftungslöcher, die freien Blenden für
PCI und ISA/EISA Erweiterungssteckkarten und die beiden redundanten 420W
Netzteile. Angeschlossen waren zur Zeit der Aufnahme lediglich eine
Tastatur und die Energiezufuhr, um später den P.O.S.T. des Systems zu
testen. Da der 55kg schwere Server auf einer Europalette angeliefert
wurde, mußte ich das System ja erst ein Mal auf Schäden überprüfen. Der
P.O.S.T. erfolgte sogleich ohne schwerwiegende Fehlermeldungen. |
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Ein ehemaliger
Stadtamtsserver:
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Bei diesem von ebay
ersteigerten IBM Server handelte es sich laut Angabe des Verkäufers um
ein retourniertes Leasinggerät. Lediglich die IBM Plakette vom Schlüssel
und eine CPU schienen abhanden gekommen zu sein. Hier sehen wir auch,
wer das Gerät geleased (und wohl niemals nachgerüstet) hatte: Die in
Deutschland gelegene Stadt Neuss am Rhein. Auch zu sehen: Das originale
schwarz/silberne IBM Logo. |
Die Anzeigefähigkeiten des
704 Originalgehäuses:
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Hier ist das gute alte
Intel® Pentium®PRO OEM Logo zu sehen, welches alle alten und original
P6-basierten Server von IBM, HP, Compaq und dergleichen ziert. Links
darüber befindet sich das IBM Display, welches während des Bootvorgangs
alle relevanten P.O.S.T. Codes des Systems anzeigt. Sobald das System
den Bootvorgang erfolgreich hinter sich gebracht hat, zeigt das Display
die Anzahl an Systemprozessoren, sowie den String "System Ready" an. |
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Essentielle Laufwerke und
Bedienelemente:
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Natürlich ist der PC
Server 704 auch mit gewöhnlichen Laufwerken ausgestattet. Diese befinden
sich im oberen linken Teil des Servers, welcher gleich der rechten Front
verschließbar ist. Hier sehen wir ein IBM FDD, ein 4x CD-ROM, welches
mittlerweile gegen ein Plextor 40x getauscht wurde, und ein Seagate 04106
DDS3 Bandlaufwerk. Auch On/Off- und Reset-Knopf sind hier zu finden. |
Es geht zu den Festplatten:
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Die rechte Abdeckung läßt
sich bei aufgeschlossenem System also ebenso öffnen. Darunter findet man
eine weitere Metallplatte, die sich mittels dreier Handschrauben auch
öffnen läßt. Diese Metallplatte hat die Aufgabe, die darunter
befindlichen SCA SCSI Festplatten zusätzlich zu sichern. Neben jedem
Festplatteneinschub befinden sich drei LEDs, welche den Status der HDDs
anzeigen (LED#1: Platte angeschlossen, LED#2: Platte aktiv, LED#3:
Platte defekt). An den SCA Rahmen befinden sich dann praktische
Handgriffe zum Entfernen und Hinzufügen von Platten. |
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Die SCA Rahmen:
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So sieht es aus, wenn man
Platten entfernt. Die SCA Rahmen lassen sich einfach durch Ziehen am
Griff herausziehen. Schiebt man einen Festplattenrahmen wieder hinein,
wird sie durch den Druck automatisch arretiert. Setzt man einen
passenden SCSI Controller, wie z.B. den ServeRAID II ein, so verfügt man
in Verbindung mit den Backplanes des 704 auch über die
Hotplugkapazitäten der Backplanes in RAID Konfigurationen. |
Die Energieversorgung des
IBM PC Servers 704:
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Zur Energieversorgung des
Servers kommen zwei redundante 420W Netzteile von IBM zum Einsatz. Diese
Netzteile teilen sich die Versorgungslast im Normalbetrieb untereinander
auf. Versagt eines der Netzteile, so übernimmt das andere ohne Ausfall
des Systems die volle Last. Zur Statusanzeige besitzt jedes der
Netzteile zwei LEDs. Eine zeigt den ordnungsgemäßen Stromeingang an, die
andere die Funktionsfähigkeit des Netzteils. Es befindet sich zwar noch
ein dritter Netzteileinschub im Server, ein drittes Netzteil dient aber
lediglich als Hotspare, und wird nicht in den Lastenausgleich mit
einbezogen. Hier ist das dritte Netzteil nicht eingebaut. |
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Mehr zu den redundanten
Servernetzteilen:
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IBM warnt extra auf dem
Netzteil, daß eine geerdete Leitung angeschlossen werden müsse. Dies
erforderte zwar die Montage einer zusätzlichen, geerdeten Steckdose,
aber diese Installation sollte schließlich zu 100% "by the book" laufen.
Auf dem Bild rechts sieht man, wie eines der Netzteile aus seinem
Einschub geholt wird, wie man es etwa bei dem Tausch einer defekten
Einheit tun würde. |
Erste Eindrücke von innen:
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Öffnet man den Server einfach ein Mal,
ohne dem Intrusion Detection Switch Beachtung zu
schenken, erhascht man erste Blicke auf das Base Board und auf eine
Metallplatte, welche die CPU Platinen und die Speicherplatine fixiert,
und quasi einen Luftkanal ähnlich der G5 Server von Apple bildet. |
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Weg mit der
Metallabdeckung:
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Nimmt man die Abdeckung
ab, bekommt man Einblicke in die Erweiterbarkeiten des Servers. Die CPU
Platinen (hier mit der vorinstallierten 200MHz/512KB L2 CPU) lassen sich
mittels Handhebeln einfach herausholen. Die Platinen laufen dabei über
Schienen im Gehäuse. Rechts noch ein Bild mit Abdeckung. |
Die Prozessorplatinen im
Detail:
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Hier sehen wir die CPU
Platinen IBM #12J3352 sowie IBM #94G7387. Erstere funktioniert für
166/200MHz CPUs mit 256kb/512kb Cache, letztere funktioniert dann mit
200MHz CPUs mit 512kb/1024kb Cache. Meine #94G7387 stammen aus England,
womit ich dann auch die vier identischen, schwarzen 1MB OEM CPUs einsetzen konnte,
welche mir von MaXwell aus Kanada organisiert wurden. |
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Mehr Bilder der
Prozessorplatinen:
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Hier noch einige Bilder,
die hauptsächlich die 1MB IBM #94G7387 Platinen inklusive CPUs und
Kühlern zeigen. |
Sehen wir uns nun die
Speicherplatine an:
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Bevor die richtig
"schönen" Bilder der Speicherplatine kommen, möchte ich noch näher auf
die Technik der Speicheranbindung des i450GX und die Modifikationen von
IBM am Speicherinterface eingehen. Der i450GX verfügt über 4
Speicherkanäle, jeweils angesteuert von einem separaten Chip. Weiters
unterstützt jeder Chip noch 4-Weg Bank Interleaving. Standardgemäß
fordert der i450GX Registrierten ECC FPM DRAM auf 168 Pin Sockets. IBM
hat diese Spezifikation jedoch auf 72-Pin Parity FPM DRAM abgeändert, und
bietet die Registerpuffer und ECC-Code über die Platine. Dadurch
entsteht der enorm sichere "IBM Reg. ECC-P" FPM DRAM. Parity + ECC also. |
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Etwas mehr von der
Speicherplatine:
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Ganz links sieht man die
Platine mit 8x32MB, ganz rechts mit 16x128MB Vollbestückung. Die 4 Intel
Chips sind die Speichercontroller. Mit 16 Sockets liegt die
Maximalbestückung des Servers bei 2GB. |
Die Innereien im zweiten
Gehäuseteil:
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Hier links sehen wir die
SCA Backplane, an der die Festplatten gedockt werden. Man erkennt
hier auch, daß es sich eigentlich um 2 Backplanes handelt, jede
unterstützt nur 7 Geräte logisch (6 physikalisch). Unterstützt werden
daher bis zu 12 SCA Festplatten. Gleich daneben
sieht man die Powerbackplane, in deren unterem Bereich die Netzteile
gedockt sind, hier kann man auch einen ersten Blick auf die 120mm Lüfter
der Netzteile werfen. Ein Großteil der Powerbackplane ist aus
Sicherheitsgründen jedoch mit einer großen Metallschiene geschützt. |
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Das Kühlsystem des IBM
PC Server 704:
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Auch wenn die IBM CPU
Platinen #94G7387 über Lüfteranschlüsse verfügen, so kann man sie
mittels Jumper dennoch auch für den passiven Betrieb konfigurieren. Man
mag sich fragen, wie dies bei gleich vier 45W CPUs möglich sein mag. All
dies ist der Kühlkonstruktion von IBM zu verdanken, welche den Luftstrom
im System nahezu perfekt kanalisiert. Aber nicht nur die Kanalisierung
trägt ihren Teil hierzu bei, sondern auch sicher die hochdrehenden 120mm
Lüfter, die einen gewaltigen Durchsatz produzieren. 5 solcher Monster
sind in diesem Server verbaut, und sie verleihen dem Raum in dem der
Server in Betrieb genommen wird die Geräuschkulisse eines Flugplatzes. |
IBM Partnumbers:
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Wer IBM Bauteile für einen
so alten Server nachkaufen will, hat nicht nur das Problem, daß man die
Geräte kaum mehr bekommt, sondern auch, daß sie bis auf eine Partnumber
quasi namenlos sind. Da war schon einiges an Recherchen nötig, um
herauszufinden, daß andersartige CPU Platinen nötig sein würden, und vor
allem welche. Es half, daß einige Bauteile identisch mit jenen sind, die
im Netfinity 7000 (nicht jedoch Netfinity 7000 M10) verbaut werden. |
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Einschalten!
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Hier sehen wir den
P.O.S.T. des Systems. Wunderschön werden die vier gleichen CPUs hier
angezeigt. Nach erfolgtem P.O.S.T. zeigt einem das Frontdisplay auch
gleich, womit man es hier zu tun hat, nämlich mit einem voll
einsatzfähigen Quad Pentium®PRO Server. Das Display behält diese Anzeige
während des Betriebs unverändert bei. |
Der IBM PC Server
ServeRAID II Controller:
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Ein nicht unerheblicher
Teil dieses IBM Servers ist der IBM ServeRAID II Controller, der es erst
ermöglicht, die Platten an den SCA Backplanes zu einem RAID-5 Verbund
zusammenzufassen. Der Controller ist schon sehr alt, aber dennoch
keinesfalls schlecht bestückt. Der ServeRAID II bietet einen
Maximaltransfer von 40MB/s, also U2W SCSI-II. Mit Platzverbrauch geizt er nicht,
die Karte zeigt sich in voller Baulänge! |
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Die Controllerchips:
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Der ServeRAID II bietet in
Summe 5 Kanäle, von denen immer nur drei gleichzeitig benutzt werden
können (Egal ob 68p oder externe VHDCI). Onboard befinden sich drei Adaptec
AIC-7880P, sowie die IBM Viper und IBM Rattler Chips. Auch ein Steckplatz für ein
optionales Battery Pack ist vorhanden, hier aber leider nicht verbaut. |
Die XOR RISC Engine und
der Cache:
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Erfrischenderweise kommt
auf dem IBM ServeRAID II kein i960 Chip zum Einsatz, sondern noch ein
IBM-eigener PowerPC 403GCX mit 25MHz Taktfrequenz, wie auch teilweise
anders getaktet in Tivo Boxen zu finden. Der 32-Bit RISC kümmert sich um
die Generierung der Paritätsdaten mittels blockweiser XOR-Operationen,
während 4MB ECC EDO-DRAM für das Caching vorgesehen sind. |
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Noch zwei Fotos des
ServeRAID II:
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Zum Abschluß der Fotos vom
ServeRAID II sehen wir hier noch die beiden externen VHDCI SCSI Ports,
sowie alle drei internen U2W 68-Pin SCSI Ports, wovon momentan zwei
Kanäle für die beiden SCA Backplanes verwendet werden, an denen in Summe
12 Festplatten hängen. Das CD-ROM hängt ja am
AHA-19160, das Python Bandlaufwerk an einem der AIC-7880, die onboard
verbaut wurden. |
Sehen wir uns nun noch
etwas Software an, allem voran die ServeRAID II Konfigurations-CD:
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Anders als heutige
Controller läßt es der IBM ServeRAID II sicherheitstechnisch nicht zu,
einen Array im Controller-BIOS zu definieren. Dazu benötigt man entweder
eine Konfigurationsdiskette, oder eine entsprechende CD, dank der dann
im Baukastensystem per Drag&Drop gearbeitet werden kann, was durchaus
ansprechend wirkt. |
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Systemkonfiguration:
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Ähnlich dem ServeRAID II
lassen sich auch die Ressourcen (Speicherbereiche, IRQ's,
produktspezifische Einstellungen) für ISA oder 32-Bit EISA
Busmasterkarten nicht per BIOS einstellen. In diesem Fall liegt das aber
eher an der fehlenden Plug&Play Unterstützung als an
Sicherheitsüberlegungen. Einbauen lassen sich solche Karten nur unter
der Nutzung des IBM Systemkonfigurationsprogramms, welches von Diskette
bootet. |
Er fährt hoch:
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Hier sehen wir das System
hochfahren, was keineswegs so einfach ist, wie es hier vielleicht
aussieht. Zahlreiche Konflikte und Probleme eines non-P&P Systems
gehörten erst ein Mal aus dem Weg geräumt, bis es wirklich so weit war,
wie hier zu sehen ist. Ein so altes, semi-proprietäres System kann einem
zeitenweise schon ganz schönes Kopfzerbrechen bereiten, und man lernt
wieder etwas Administration, "the hard way". |
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Und doch, es läuft:
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Hier sehen wir das System
unter leichter Last. Der FTP arbeitete hier mit etwa 100kb/s und aktiver
SSL Verschlüsselung, auch pcAnywhere arbeitete mit Verschlüsselung, und
auch eine SSH Session trug zur leichten Systemlast bei. Da konnten
leichtgewichtige SQL Abfragen und Requests an den Apache Webserver noch
eher einen kleineren Teil der Last für sich verbuchen. Richtig steigt es
dafür mit System+Hardware Kompression bei den Backup-Jobs, wo schon ein
Mal 50% CPU Last möglich sind. Aber selbst dann ist ja noch genug
Prozessorleistung übrig, um PHP Scripte auszuführen, umfassende IRC
Logstatistiken zu generieren, oder ähnliches zu erledigen. |
Nachtrag #01:
Nach der Aufrüstung mit der einzigen PCI
2.0 fähigen USB 2.0 Karte die ich finden konnte, sowie mit einer Ladung IBM
DNES-309170 Festplatten gibt es noch folgende Bilder zu betrachten:
Ergänzung der Storagehardware:
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Das LVD Kabel für den AHA-19160 mußte
getauscht werden, da sich Kabellitzen von der Folie gelöst hatten. Um so
etwas in Zukunft zu meiden, wurde ein gerundetes und geschirmtes LVD
Kabel ausgewählt. Weiters sehen wir rechts den neuen RAID-5 Array (IBM
DNES-309170 9.1GB 7200rpm 2MB 80p SCA-2). Nur 9 der Platten befinden
sich im RAID-5 Verbund, drei weitere dienen als Hotspares. Am
dritten Bild von rechts sehen wir nun alle Steckkarten. Von oben nach
unten: 3Com 100Mbit NIC, DLink 10Mbit NIC, Matrox Millennium, Adaptec
AUA-5100 USB, Adaptec AHA-19160 SCSI, IBM ServeRAID II. |
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Einige Screenshots:
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Der SCSI RAID-5 Array am IBM ServeRAID II
Adapter wurde nun auf 12 Festplatten erweitert (2 davon, Hotspares, sind
noch nicht eingebaut). 9 der Platten befinden sich direkt in einem
RAID-5 Verbund, die restlichen drei Einschübe werden mit Hotspares
bestückt. Damit ergibt sich ein Nutzspeicher von ziemlich genau 68GB mit
recht hoher Ausfallssicherheit. Datensicherheit wird weiterhin
zusätzlich durch eine Bandsicherung gewährleistet. Hier rechts sehen wir
den eigentlich für Windows NT 4.0 gedachten ServeRAID Manager, der aber
auch unter Windows 2000 Server funktioniert. Hier ist der Array bereits
definiert, die Definition des momentan einzigen Hotspares erfolgte
danach. Um alle Einschübe nutzen zu können, mußte die zweite Backplane
(2 Backplanes zu je 6 Einschüben sind verbaut, obwohl es bei ungenauer
Betrachtung den Anschein macht, es handele sich um nur eine Platine)
noch an Kanal 2 des IBM ServeRAID II angeschlossen werden. So teilt sich
auch der Datentransfer des Arrays auf zwei Kanäle auf, was in Summe
80MB/s theoretische Bandbreite am ServeRAID II ergibt. |
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Nachtrag #02 (29.09.2007, 00:40), HP LaserJet 4100:
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Damit der Server nun auch seine Funktion
als Printserver übernehmen konnte, wurde ein LaserJet 4100 angeschafft.
Der S/W Laserdrucker aus den späten 90ern ist die höhere Klasse von HP
4xxx SoHo Druckern. Mit 24ppm Druckleistung, 500 Seiten Papertray,
250MHz Intel RISC, 32MB Speicher sowie zwei EIO Slots ist er auf einiges
vorbereitet. Ein Speicherupgrade auf 96MB, sowie eine optionale
Duplex-Einheit folgen bald, und werden dann hier dokumentiert.
Vielleicht gelingt es ja auch noch, eine EIO Festplatte und ggf. einen
JetDirect 615N Printserver aufzutreiben (der dann aber nur Remote
Monitoring Zwecke, und kein Printserving über IPP erfüllen würde). |
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Nachtrag #03 (03.10.2007, 19:05), HP LaserJet 4100, 64MB Kingston, Duplexeinheit, Display:
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Nun ist der per LPT am Server
angeschlossene HP LaserJet 4100 wie oben erwähnt erweitert worden, eine
Duplexeinheit wurde installiert. Da dem Printer damit größere Jobs
geschickt werden können (1000 Seiten maximal statt 500, da Papier nun
beidseitig bedruckt werden kann), wurde auch der Speicher von 32MB auf
satte 96MB erweitert, ein Kingston "C3913AX" 64MB 100-Pin SDR-SDRAM
Modul kommt hierbei zum Einsatz. Am Bild ganz links sehen wir die
Speichermodule, ein ROM, ein 16MB SDR-SDRAM, und das 64MB SDR-SDRAM
Kingston Modul. In der Mitte und rechts sehen wir die Duplexeinheit,
lose und eingebaut. Ganz rechts das komplette Bild (wenn auch nicht IN
der Serverkammer) mit Schirm, der für lokale "Notfalladministration"
benötigt wird. |
Nachtrag #04 (12.10.2007, 18:10), Das
dritte IBM "#12J3341" Netzteil:
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Nun ist auch endlich das dritte Netzteil
aus den USA angekommen. Entgegen meiner Annahmen scheint es aber
aufgrund etwas höher gemessenen Energieverbrauchs doch an der
Lastverteilung teil zu haben, und nicht nur ein HotSpare zu sein. Oder
ist nur der massive 120mm Delta Lüfter mit 0.6A an 12V daran schuld?
Hier sehen wir von links nach rechts: Das neue Netzteil neben den zwei
eingebauten, dann die Rückseite des PSUs mit Lüfter und den
Backplane-Anschlüssen, der offene Schacht, der Einbau (das leicht
verbogene Eck des Blechs wurde noch begradigt, man sieht hier auch das
"HS" Kürzel am Etikett, welches das Netzteil als HotSwap-fähig
kennzeichnet), und abschließend zwei Fotos vom Betrieb. Damit ist der
704 jetzt mit dreifacher Netzteilredundanz ausgestattet, und besitzt
Komponenten aus Österreich, Deutschland, Kanada, Großbritannien und den
USA! |
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Nachtrag #05 (03.06.2008, 21:45), APC SmartUPS 1000:
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Fast hätte ich endgültig vergessen, meine
treue APC SmartUPS 1000VA Einheit zu erwähnen. Heute ist es mir nur
deshalb eingefallen, weil mich die USV (Unterbrechungsfreie
StromVersorgung) wieder positiv an ihre Existenz erinnert hat. Während
ich so mitten in einem heftigen Gewitter durch die Stadt lief, sah ich
in nicht all zu weiter Ferne einen Blitz Richtung Boden zucken. Ein
beachtlicher Anblick. Im selben Moment gingen rund um mich in allen
Schaufenstern für mehrere Sekunden die Lichter aus. Dank dieser bald 3
Jahre alten USV konnte das dem Server aber nicht zum Schaden gereichen:
Uptime gerettet, keine Schäden! Und das war nicht das erste und einzige
Mal, daß der Server dank dieser kleinen Rettungseinheit trotz
Stromschwankungen oder -ausfällen problemlos weiterlaufen konnte! Dieses
Mal hat es 244 Tage Uptime gerettet! So hat sich das treue Stück mit den
langsam schwächer werdenden Bleigel-Akkus seinen Platz hier doch redlich
verdient! Auf der USV sieht man noch den Zyxel Prestige 792H SHDSL Router
und den Longshine 100MBit LAN Switch. |
Nachtrag #06 (19.06.2008, 23:45),
Server in standardmäßigem Betrieb:
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Eigentlich konnte man den Server hier
bisher noch nie so sehen, wie er eigentlich im völlig normalen Betrieb
aussieht: Nämlich wie rechts zu sehen, ein Mal mit und ein Mal ohne
Blitz. Stehen tut er in der ehemaligen Besenkammer, die auch der
Erdgastherme Platz bietet. Was man neben dem Monstrum noch erkennen kann, ist natürlich
wieder der HP LaserJet 4100, der ja nun eigentlich ein "4100D" ist, und
der Belkin WLAN Adapter auf seinem Sockel. Am blitzlosen Bild erkennt
man auch noch schön die LEDs der Drive Bays und der USV im Hintergrund.
Als kleines Schmankerl ist hier ganz rechts auch noch der
Verbrauchsmesser zu sehen, der gerade 527 Watt zeigt, was in etwa dem
normalen Durchschnittsverbrauch des Servers samt Peripherie entspricht.
Mit freundlichen Grüßen an den Wald! ;) |
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Nachtrag #07 (23.07.2008, 14:04),
Leitungsupgrade:
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Auch wenn die von iNode bereitgestellte
G.SHDSL Leitung des Zenit/XIN.AT Servers so einige Vorteile besitzt, ist
die Geschwindigkeit mit 1/1MBit/s symmetrisch in Full Duplex doch schon
etwas zu knapp geworden. Dank einer Änderung in der Preislandschaft war
es daher möglich, die Bandbreite auf 2/2MBit/s zu verdoppeln, und
gleichzeitig die Kosten zu reduzieren. Damit ist XIN.AT nun auch wieder
besser als Pic-Webspace nutzbar, und auch dem FTP wird dies mit
Sicherheit zugute kommen. Desweiteren sind nun ohne Probleme größere
Skype Sessions oder auch Sessions am TeamSpeak Server realisierbar.
Weitere Dienste, die deutlich profitieren sollten, sind diverse
Webinterfaces und natürlich der Mailserver. |
Nachtrag #08 (19.08.2008, 21:36),
USV RBC6 Battery Hotswap, die Beinahe-Katastrophe:
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Da der Server aufgrund der
Gasthermen-Kontrolle sowieso aus der Besenkammer mußte, war dies der
optimale Zeitpunkt, eine seit Wochen überfällige Wartung zu übernehmen:
Der Online-Tausch der USV Batterie. Die USV beschwerte sich ja nun schon
länger lauthals über mehr als tote, wohl schon untote Batterien. Ein
Shutdown sollte hierfür nicht nötig sein, denn die APC SmartUPS SUA1000I
unterstützt Hotswap, den Wechsel der Batterie mitten im Betrieb.
Einziger Nachteil sollte es sein, daß man während dem Wechsel natürlich
kein Battery Backup mehr hat, sollte genau dann der Strom ausfallen. Zur
Sicherheit habe ich mir einen Tag ausgesucht, an dem definitiv
Schönwetter vorherrschte, was diesen Sommer ja nicht immer der Fall
war... |
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Um die maximale Sicherheit zu gewährleisten - sollte es zu
einem Fehler kommen - habe ich zwei der Netzteile des Servers hintereinander
auf eine andere Steckdose umgeschlossen, die direkt an AC hing. Der Ausfall
eines oder sogar zwei der Netzteile war kein Problem, so war also auch das
Umstecken mit keinerlei Schwierigkeiten verbunden. Ein PSU verblieb an der
USV, um das Hotswap zu testen. Das Öffnen der USV ist denkbar einfach:
Frontdeckel einfach abnehmen, dann zwei Schrauben lösen, und den
Metalldeckel nach vorne klappen: Schon sieht man wunderbar auf die APC
"RBC6" Batterie der Einheit.
Nun muß man lediglich die Kabel zur Batterie im Betrieb
abschließen (Funkenflug möglich), und die Batterie herausziehen. Leider läßt
das eine 10kg schwere Batterie nicht so einfach mit sich anstellen. Nach
mehreren Reißereien gelangte das rote Netzkabel (+12V Pluspol) schließlich
an die Gehäusewand der USV, und erdete den Pol damit! Der resultierende
Funke war gewaltig. Die USV schaltete sich sofort ab, und zum Glück nur
eines der Netzteile des Servers war sofort offline. Dies lehrte mich zwei
Dinge:
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Battery Hotswap ist nicht so problemlos und
ungefährlich, wie es aussehen mag!
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Eine APC SmartUPS besitzt eine Notabschaltung, die ein
Auslösen des FI Schalters oder die Zerstörung einer Haussicherung
verhindert!
Nachdem mir nun recht heiß war, gelang es mir, die
Batterie herauszuholen, und die neue einzusetzen, und wieder unter - diesmal
korrektem - Funkenflug anzuschließen. Kaum erkannte die eigentlich inaktive
SmartUPS die Batterie, schaltete sie sich auch schon wieder selbsttätig ein,
und mit sich das letzte Netzteil. Das Umhängen der anderen beiden auf die
USV war nur noch Formsache und schnell erledigt. Es lohnt sich übrigens, auf
die Netzteilstecker keine USV Stecker zu patchen, sondern dies mit einer
Verteilerdose zu erledigen, und dort dann die Servernetzteile anzuschließen!
Nur so kann man die Servernetzteile zur Not schnell auf eine normale
Wandsteckdose umverlegen... Jedenfalls bin ich jetzt wieder um eine
Erfahrung reicher, und habe meine "sichere" Prozedur, Battery Hotswap
durchzuführen gleich auf die harte Tour auf die Probe stellen können! Und
morgen gibt es dann wohl das neue Keyboard des Servers zu sehen, hoffentlich
ganz ohne Katastrophen! ;)
Nachtrag #09 (21.08.2008, 19:10), IBM
Model M, The "real" Keyboard:
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Zu einem alten IBM Server gehört definitiv
ein IBM Model M Clicky Keyboard. Der Panzer. Buckling Spring Technik,
zweiteilige Tasten, abnehmbares Kabel. In meinem Fall fiel mir ein
solches um 1€ auf eBay in die Hände (danke an Freeze!). Nach
grundlegender Tiefenreinigung (Tasten in zugeknöpften Socken in die
Waschmaschine, Gehäuse mit CIF Scheuermilch geschrubbt, Kabel mit
Nitrolösung gesäubert) ist die Tastatur auch anschaubar, "Vorher"-Bilder
möchte ich dem Publikum lieber ersparen, es war kein schöner Anblick!
Das Baujahr des Keyboards ist übrigens 1993. Es ist jetzt also 15 Jahre
alt! Als es gebaut wurde, hatte ich gerade einmal meinen 13ten
Geburtstag hinter mir, und wußte damals noch nicht einmal, daß es
Keyboards gab, in denen kein kompletter Rechner mit drin steckte.. ;) |
Nachtrag #10 (14.10.2008, 18:40), Uptime Rekord:
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Eigentlich kommt dieser Eintrag viel zu
spät, weil inzwischen schon wieder knappe zwei Wochen ins Land
gestrichen sind, aber erwähnenswert ist es allemal: ZENIT/XIN.AT ist es
als erstem meiner Server gelungen, die Uptimemarke von einem vollen JAHR
zu durchbrechen! Einige rettende Einsätze der USV, die Hotplug-Netzteile
und Hotplug-SCSI-Festplatten, sowie die mittlerweile unbezweifelbare
Stabilität haben dafür gesorgt, daß ZENIT/XIN.AT den vormaligen Rekord
von 110 Tagen um mehr als ein Dreifaches überbieten konnte. Damit gibt
es außer "noch viel mehr Uptime" und runden Hundertern eigentlich keine
gesetzten Meilensteine mehr, die nicht erreicht worden wären! Der
Screenshot ist rechts zu sehen, und die jeweils aktuelle Uptime kann man
einfach per Browser [hier]
abrufen. In diesem Sinne: Prost! =) |
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APPENDIX -
Fehlerbehandlung:
Index Appendices:
Appendix A, Auf SCSI-Controller
bezogene Fehler:
A.1.) System bootet nicht vom
entsprechenden Controller
A.2.) System zeigt NMI/Parity
Error bei "Setup startet Windows 2000"
Appendix B, Auf ISA/EISA
Fehlkonfigurationen bezogene Fehler:
B.1.)
System zeigt ISA/EISA I/O Error bei "Setup startet Windows 2000"
Inhalt Appendix A:
A.1.) System bootet
nicht vom entsprechenden Controller
Die
Controllerreihenfolge wirkt sich entsprechend auf die Bootreigenfolge aus.
Von manchen SCSI Controllern kann nicht gebootet werden, wenn der Controller
nicht das primäre SCSI Gerät ist. Der Controller ist dann das primäre SCSI
Gerät, wenn er als erster SCSI Controller im System P.O.S.T.et. Die P.O.S.T.
Reihenfolge stellt sich wie folgt dar:
- PCI Slot #1
- PCI Slot #2
- PCI Slot #3
- AIC-7880 onboard
- AIC-7880 onboard
- PCI Slot #4
- PCI Slot #5
- PCI Slot #6
- ISA/EISA Slot #1
- ISA/EISA Slot #2
- ISA/EISA Slot #3
- ISA/EISA Slot #4
Hat man die
Reihenfolge fehlkonfiguriert, kann es sein, daß Windows 2000 beim
Vorbereiten der Laufwerke für die Installation eine Fehlermeldung
produziert, die sinngemäß aussagt, daß Windows 2000 noch Dateien auf ein
anderes Laufwerk kopieren müßte, um startfähig zu sein. Im PC Server 704 wird
dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein nicht bootfähiges
System ergeben. Man sollte also darauf achten, daß der Controller, von dem
gebootet werden soll, auch der erste ist, der im System einen P.O.S.T.
durchführt.
A.2.) System zeigt
NMI/Parity Error bei "Setup startet Windows 2000"
NMI Parity
Errors mit der Zusatzmeldung "System halted." können zwar, müssen aber nicht
von fehlerhaftem Hauptspeicher herrühren. Tritt der Fehler kontinuierlich
bei der Sequenz "Setup startet Windows 2000" auf, so handelt es sich um eine
Fehlkonfiguration bzw. einen Gerätekonflikt. Tauschen der PCI Karten auf
andere Slots sollte sich als nützlich erweisen. In meinem Fall war es so,
daß der Adaptec AHA-19160 nicht auf dem ersten PCI Bus, also PCI Bus #0
laufen wollte (PCI Slots #1-#3). Auf Bus #1 funktionierte dies dann, in
meinem Fall Slot #4. Um die korrekte Bootreihenfolge zu wahren (siehe A.1),
mußte der ServeRAID II noch darunter eingesetzt werden (Slot #5 oder #6).
Inhalt Appendix B:
B.1.) System zeigt
ISA/EISA I/O Error bei "Setup startet Windows 2000"
Ähnlich wie
in Punkt A.2. beschrieben rührt auch dieser Fehler bei kontinuierlichem
Auftreten von einer Fehlkonfiguration des Systems her. Das System ist mit ISA
oder EISA Erweiterungssteckkarten bestückt, die erst mit dem IBM
Systemkonfigurationsprogramm entsprechend eingebunden werden müssen. Hier
sollte auch ein entsprechender Fehler beim P.O.S.T. des Systems nach
Initialisierung der SCSI Host Adapter angezeigt werden. Das System kann
ISA/EISA Erweiterungssteckkarten nicht mit PnP konfigurieren, das muß von
Hand erledigt werden! Der Einsatz eines dem Treiber hoffentlich beiliegenden
*.cfg Files vom Hersteller der Hardware empfiehlt sich wärmstens.
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